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Author's Chapter Notes:
Jim Kirk hat Angst. Er hat Angst vor der Liebe.
Er hat Angst seine Gef?hle dem zu gestehen, dem sie gelten.
Wird er je den Mut aufbringen?
Schlaflose Nächte


Inspiriert von dem Song „The Rose“ gesungen von Bette Middler


Jim Kirk wanderte ruhelos in seinem Quartier herum.
In dieser Nacht konnte er nicht schlafen. Seine Gedanken rasten im Kreis herum und ließen ihn nicht zur Ruhe kommen.
Nein, er war zu kaputt.
Es konnte nicht sein.
Was ist schon Liebe?

Wieder eine Runde mehr, die er umher schritt.
Seine Mutter kam ihm in den Sinn. Er hatte sie so sehr geliebt. Aber sie war vor ihm geflohen. Vor ihm und den Erinnerungen, die sie mit ihm verband. Geboren, als sein Vater starb.

Irgendwann hatte Jim aufgegeben bei seiner Mutter Liebe zu suchen.
Und so war er von einer Frau zur nächsten gesprungen. Nie auf der Suche nach Liebe – die gab es für ihn nicht. Immer nur kurze Vergnügen und Befriedigung.
Welch einen Schreck hatte ihm Gaila eingejagt, als sie sagte, sie liebe ihn.
Nein.
Willst du Jim Kirk los werden, dann sag ihm, dass du ihn liebst.

Liebe bedeutete für ihn Schmerz.
Darauf konnte er verzichten.

Und doch…

Eine leise Stimme flüsterte in ihm.
Spock.

Spock lag im Quartier nebenan und schlief – wahrscheinlich.
Und um Spock drehten sich Jims Gedanken. Nicht erst seit dieser Nacht.
In den letzten beiden Jahren war die Freundschaft zwischen Jim und seinem ersten Offizier immer intensiver geworden.
Wahrgenommen hatte es Jim erst nach seiner „Genesung“ nach der Geschichte mit Khan.
Neben Pille war Spock der erste an seinem Krankenbett gewesen und ein Blick in Spocks Augen hatte genügt, um Jim zu sagen, dass Spock sich sehr um ihn gesorgt hatte. Auch wenn sein Gesicht die Ruhe selbst war.

Spocks Augen hatten immer zu ihm gesprochen.
Und so war aus der Zusammenarbeit Freundschaft geworden. Und aus der Freundschaft – für Jim - ein heimliches Verlangen.
Er fühlte sich bei Spock geborgen.
Ein Gefühl, das er in seinem Leben bisher noch nie erlebt hatte.
Aber was würde passieren, wenn er Spock seine Gefühle gestehen würde?
Würde Spock ihn überhaupt wollen? Jim Kirk, den ewigen Frauenliebling. Nie wirklich in einer richtigen Beziehung? Unfähig, scheinbar, überhaupt eine Beziehung zu leben?
Würde er diese einmalige Freundschaft verlieren?
Würde Spock sich abwenden?
Würde Jim es ertragen wenn Spock sich von ihm abwenden würde?

Jims Herz zog sich bei diesem Gedanken schmerzlich zusammen.
Nein, er würde es nicht verkraften.
Das war ihm jetzt klar.
In dieser Nacht schlief der Captain nicht mehr.

+++ +++ +++

Wieder war ein arbeitsreicher Tag auf der Enterprise zu ende.
Jim legte die letzten Datenchips beiseite und beendete die Arbeit an seinem „Papierkram“.

Jim seufzte.
Zeit für eine Dusche, eine kalte.
Er hatte sich trotz seiner Arbeit mit den Berichten nicht wirklich konzentrieren können. Wieder einmal kreisten seine Gedanken um seinen ersten Offizier.
Es würde vermutlich wieder eine lange Nacht werden. Jim kam nicht zur Ruhe.

Er verliebte sich hoffnungslos und immer mehr in Spock.

Sie hatten nach dem Abendessen noch eine Partie Schach miteinander gespielt – in Spocks Quartier.
Spock hatte, wie so oft, gewonnen. Und beim Sieg Jim fast angelächelt. Sein Mundwinkel war ein winziges bisschen nach oben gegangen und seine Augen hatten geleuchtet.
Oder hatte Jim sich das nur eingebildet?

Wieder seufze Jim und fuhr sich durch die Haare, was sie nicht unbedingt ordentlicher machte.

Aber – konnte es für ihn wirklich Liebe geben?
Von einem Wesen, das sich der Logik und dem Handeln ohne Einfluss von Emotionen verschrieben hatte?
Konnte Spock lieben?
Alles in Jim schrie JA! Aber machte er sich etwas vor?
War alles nur ein Traum? Wenn ja, wollte er nicht daraus aufwachen.
So konnte es nicht weiter gehen.

Jim stiegen die Tränen in die Augen.
Er fühlte sich so einsam wie nie zuvor in seinem Leben.
Wie lange hatte er nicht mehr geweint?

In diesem Moment wurde ihm klar, dass er den Schritt gehen musste. Dass er den Mut aufbringen musste seine Seele vor dem Wesen, das er liebte, bloß zu legen, ihm zu gestehen, was er für ihn empfand und hoffen, dass Spock seine Gefühle erwiderte.

Die Schritte zum gemeinsamen Bad kamen ihm länger vor, als jeder Weg, den er zuvor in seinem Leben gegangen war. Endlich im Bad angekommen zögerte er noch einmal kurz und betätigte schließlich den Summer zu Spocks Quartier.

Die Tür öffnete sich.
Jim trat in Spocks Quartier ein und stellte fest, dass Spock so wie er immer noch in Uniform war.
Spock schaute ihn nur erwartungsvoll an, ohne etwas zu sagen.

Jim atmete tief ein.
„Spock, ich…“
Jim schaute verzweifelt in Spocks Augen. Wie sollte er es nur sagen. Etwas sagen, für das es kaum Worte gab es richtig zu formulieren.
„… ich möchte gern mit dir reden… dir sagen… du bist mir ein guter Freund geworden…“
Jim schloss die Augen und wünschte sich ans andere Ende der Galaxie. Was tat er bloß?

Spock kam einen Schritt näher.
„Das bist du auch für mich geworden. Ich wollte auch mit dir reden…“

Jim öffnete die Augen und konnte kaum glauben, was er gerade gehört hatte. Je flammte Hoffnung in ihm auf.

„Spock ich,… schon seit vielen Wochen…“, Jim nahm all seinen Mut zusammen. „Ich habe mich in dich verliebt. Ich bin nicht nur verliebt. Ich liebe dich.“ Jim hielt ängstlich die Luft an.

Spock schaute ihm tief in die Augen und trat nun ganz nahe zu seinem Captain.

„T`hy`la“ und mit diesem Wort schloss nun Spock den Mund seines Captains mit einem Kuss.
Erst sanft, dann immer intensiver. Worte waren nun nicht mehr nötig.
Jims Seele fing an zu singen und die Freude, die er empfand sprang über zu Spock.

Und so begegneten und verbanden sich zwei Seelen, um nie mehr alleine zu sein.


THE ROSE

Some say love, it is a river
that drowns the tender reed.
Some say love, it is a razor
that leaves your soul to bleed.

Some say love, it is a hunger
an endless aching need.
I say love, it is a flower
and you its only seed.

It's the heart afraid of breaking
that never learns to dance,
It's the dream afraid of waking, that never takes the chance.
It's the one who won't be taken,
who cannot seem to give
and the soul afraid of dying, that never learns to live.

When the night has been too lonely
and the road has been too long,
and you think that love is only
for the lucky and the strong.

Just remember in the winter, far beneath the bitter snows
lies the seed
that with the sun's love
in the spring
becomes the rose.
Chapter End Notes:
Vielen Dank f?rs lesen. Ein Review w?re sch?n.
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