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Story Notes:

This is my first story.
I really did it. :-)
English isn't my native language so I wrote it in german.
Cyberrat was so nice and translated it in english, so you can also read it in english.

Author's Chapter Notes:
Dies ist der Prolog zu der Geschichte. Es hat ein paar Jahre gedauert, bis ich es schreiben konnte und hoffe es ist gelungen.
Prolog
(45 Tage vor dem Zusammentreffen)




Jim wachte auf und spürte nur, wie etwas in seinem Hinterkopf leise klopfte.

Er konnte es nicht richtig zuordnen.

Egal. Er stand auf, seltsamer Weise war er in Uniform.

Seine Rote.

Er ging nach unten und stellte fest, dass er in der alten Holzhütte war, die er vor langer Zeit mal mit Antonia bewohnt hatte. Antonia… er musste ein Frühstück machen. Ktarianisches Rührei. Die mochte Antonia am meisten.

Kaum hatte er die Eier aufgeschlagen, sah er, als er zum Fenster rausschaute, sein Lieblingspferd da stehen.

Die Eier waren schnell vergessen und er lief zu dem prächtigen Pferd, welches gesattelt da stand.

Er stieg auf und begann einen gemütlichen ritt, sich langsam wieder an den Sattel zu gewöhnend.

In der Ferne winkte ihm Antonia zu. Antonia? Sie waren doch schon lange kein Paar mehr.

Und schon war der Gedanke an Antonia wieder verblasst.



Jetzt war nur noch das Pferd wichtig.

Vor ihm tat sich eine Schlucht auf. Die Schlucht hatte er schon oft übersprungen, aber immer mit einem sehr angespannten Gefühl im Magen, immer mit dem Bewusstsein, dass es leicht schief gehen könnte.

Er setzte an und sprang mit einer nicht gekannten Leichtigkeit darüber.

Da stimmte etwas nicht. Er drehte, nahm mit seinem Pferd den richtigen Schwung und sprang wieder, mit dem gleichen Empfinden: Zu einfach.

Auch beim dritten Mal war es das Selbe.

Jim ließ das Pferd wieder leicht traben.



Was war das hier nur?

Antonia, sie waren schon lange nicht mehr zusammen.

Was war das da in der Ferne? Ein älterer Mann mit Halbglatze in rotschwarzer Uniform, die er nicht kannte und auch auf einem Pferd?

Das war falsch.

Rote Uniform…. Das klopfen in seinem Hinterkopf wurde stärker.

Langsam kam es ihm. Das war doch die Stelle über die er immer sein mentales Band, das ihn mit Spock verband, spürte. Aber es fühlte sich so stumpf an. Was war los? Wo war Spock?

Spock sollte bei ihm sein.

„Spock, wo bist du?“ flüsterte er lautlos.

Der fremde Mann in Uniform kam immer näher auf ihn zu.

Jim schloss die Augen, mitten im Ritt. „Spock!“



~o0o~



Als er seine Augen wieder öffnete war Jim in seinem Bett, in der Familienfarm in Iowa.

Es war ihm, als würde er aus einem unwirklichen Traum aufwachen.

Was hatte er da gerade geträumt? Holzhütte, Antonia, das Pferd, ein fremder Mann in Uniform?

Seine Gefühle die zu dem Traum gehörten waren wie in Watte gepackt. So schemenhaft, unwirklich und nicht richtig zu greifen. Gleichzeitig so friedlich…

Das klopfen in seinem Hinterkopf wurde stärker.



Wo war nur Spock. Er hatte doch mit ihm Urlaub hier im alten Farmhaus gemacht, einziger Termin: Die Einweihung der Enterprise B. Rote Uniform. Er hatte sie immer noch an.



Langsam kam ihm die Erinnerung wieder.

Er war auf der Enterprise gewesen. Spock hatte einen Termin in der Botschaft wahrgenommen.

Und dann war da dieser Notfall gewesen, dieses Energieband, das Schiffe bedroht hatte.

Die Enterprise, die zur Rettung eilen sollte und dann selbst in Gefahr geriet.

Er erinnerte sich nach unten gegangen zu sein, um zu retten was zu retten war. Und dann hatte das Energieband zugeschlagen.



Jetzt wusste Jim was passiert war. Er reimte es sich zusammen. Das Energieband musste irgendein Ort zwischen den Dimensionen sein. Es hatte ihn mit sich genommen.

Und wo war er jetzt? In einem weiteren Traum?

Aber es fühlte sich anders an.

Und er spürte sein Band zu Spock deutlich, aber doch anders, irgendwie war es defekt.

Das klopfen wurde zu leichten Kopfschmerzen.



Ok. Er war also auf der Erde und im Farmhaus. Zeit sich umzusehen.

Er ging durch alle Räume und musste feststellen, dass es eher aussah wie in seinen jüngern Jahren, als er gerade Captain wurde. Merkwürdig.



~o0o~



Als erstes musste Jim irgendwie an Credits ran kommen. Er schmunzelte. Er würde einfach seine Karte nutzen und sehen, ob sein Konto noch existierte. Er wusste ja nicht wie viel Zeit vergangen war.



Als Jim im Dorf sein Konto überprüfte, stellte er zufrieden fest, dass es bestand.

Was ihn allerdings schockiert war das Datum, das da zu sehen war.

2261, 3. Juli.

Wie konnte das sein? Er war in der Vergangenheit? Es wurde immer verrückter.

Immerhin verfügte er über ein Zahlungsmittel und würde nun schauen, wie er an Informationen ran kam.

Er musste Spock finden.



Zurück im Farmhaus, setzte er sich an den Computer und machte eine Suchanfrage nach Spock.

Was er mit dem Ergebnis machen sollte wusste er nicht so recht.

Da stand:

Spock, S’chn T’gai, Erster Offizier und Wissenschaftsoffizier auf der USS Enterprise, NCC1701.

Sollte das heißen, dass er hier nur den jungen Spock auf der Enterprise finden würde. Wo war sein Spock, der so alt war wie er?

War er überhaupt hier?

Er war ja in der Vergangenheit gelandet, und warum sollte Spock in der Vergangenheit sein?

Sein Kopfweh nahm zu.

Aber Spock musste doch irgendwo hier sein, schließlich meldete sich das verkümmerte, verletzte Band immer stärker. Jim war innerlich so aufgewühlt. Er sehnte sich so sehr nach Spock.

Was also sollte er tun?



Das Einzige was im einfiel war irgendwie zur Enterprise zu gelangen und sein junges Ich um Hilfe zu bitten.

Also nahm er was er brauchte aus dem Farmhaus mit, und machte sich auf den Weg nach San Francisco um sich dort einen Flug zur Enterprise zu organisieren.



Es stellte sich als nicht so einfach heraus. Zunächst musste er die Koordinaten der Enterprise ausfindig machen, was ja nicht gerade von Starfleet in die Welt hinausposaunt wurde.

Aber Jim hatte ja ein paar bemerkenswerte Fähigkeiten in Bezug auf das Hacken von Daten und so kam er dann an die gewünschten Informationen heran.

Er wollte nicht bei Starfleet um Hilfe bitten. Das hätte einige Komplikationen mit sich gebracht und womöglich hätten sie ihn gar nicht wieder weg gelassen… immerhin war er aus der Zukunft.

Und Jim hatte ja so seine Erfahrungen mit Starfleet und seiner Bitte zum Suchen von Spock...



Also flog Jim mit dem nächsten Schiff in die Nähe der Koordinaten, die er hatte. Dann mietete er ein Schiff, mit dem er dann selbst weiterflog um direkt zur Enterprise zu gelangen.



~o0o~



43 Tage später war es dann soweit.

Jim konnte die Enterprise auf seinen Sensoren aufspüren.

Er setzte einen Funkspruch ab. „Kirk an Enterprise“. Er grinste als er das aussprach, „Kirk an Enterprise, bitte kommen!“



Eine weibliche Stimme antwortete verdattert: „Enterprise hier, wer sind Sie bitte?“



„Ich bin Jim Kirk und bitte darum an Bord kommen zu dürfen.“



Eine andere Stimme meldete sich. Er kannte sie. Sie hörte sich so jung an. „Hallo Mister, verarschen Sie mich nicht. Ich bin Jim Kirk. Wer sind sie?“



„Ich bin wie gesagt, Jim Kirk. Bitte lassen Sie mich doch an Bord kommen, dann kann ich Sie davon überzeugen.“



„Ok. Sobald sie bei uns sind öffnen wir die Schleusen, warten Sie auf das Kommando!“



Sobald Jim die Enterprise auf dem Sichtschirm hatte, schlug ihm das Herz bis zum Hals. Da war sie. Sein geliebtes Schiff, so wie er sie zum ersten Mal gesehen hatte. Nun, nicht ganz. Die Gondeln waren ein wenig geschwungener… überall fiel ihm auf, dass sie ein wenig anders aussah. Seltsam.

Aber gesagt getan, Jim landete auf der Enterprise.

Sein Empfangskomitee war interessant. Volle Seniormannschaft. Der Captain, Spock, Bones, Scotty, Sulu, Chekov und nicht zuletzt Uhura. Alle unheimlich jung.


Und alle schauten ihn auf unterschiedlichste Weise an.

Spock hob nur eine Augenbraue, die dafür in nie gekannte Höhen.

Jim, der jüngere, starrte ihn mit offenem Mund an. Da stimmte etwas nicht. Warum hatte der junge Jim Kirk blaue Augen?

Bones, ja Bones. Er schaute ihn mit zusammen gezogenen Brauen an, wie einen Käfer auf dem Seziertisch.

Scotty, Sulu und Chekov schauten einfach nur neugierig und erstaunt aus.

Und Uhura, das war der interessanteste Blick. Sie schaute ihn abschätzend und mit leicht gerümpfter Nase an. Sie hatte so gar nichts von der liebenswerten Uhura an sich, an die er sich erinnerte. Das irritierte ihn.

Er war doch in der Vergangenheit. Alle müssten so sein wie er sie kannte, aber das war hier definitiv nicht der Fall.



„Sie wollen also auch Jim Kirk heißen?“ Captain Kirk stellte diese Frage mit einer gewissen Herausforderung.



Jim schmunzelte. „Ich heiße nicht nur so, ich bin Du.“



Jetzt ging alles durcheinander.

„Vielleicht können wir das in einem Gespräch besprechen?“ Jim versuchte durch zu dringen.



„Als erstes gehen Sie mit Doktor McCoy und werden untersucht!“ Der Captain sah sehr grimmig und entschlossen aus.“Sulu, Sie haben das Kommando, Chekov, Uhura und Scotty, Sie gehen zurück auf Ihren Posten und Mr. Spock, Sie kommen mit mir mit zur Krankenstation. Mal sehen, was Bones herausfindet.“



Und so gingen sie zu viert auf die Krankenstation.

Bones war mit seinen Untersuchungen schnell durch.

Sie gingen alle in seinen Besprechungsraum und nahmen Platz.



„Ich mache es kurz: Er alte Knabe hier ist wirklich James Tiberius Kirk, im Alter von ca 60 Jahren.“ Bones war fertig mit der Welt.



„Und wie sind Sie her gekommen?“langsam ging dem jungen Captain die Geduld aus.



„Das ist eine lange Geschichte.“ Jim begann zu erzählen und die Gesichter der zuhörenden wurden immer weicher. Am Ende seiner Erzählung angekommen sagte er nur noch: „Um es kurz zu machen: Ich suche Spock“, Jim machte eine kurze Pause, da die Augenbrauen von dem Spock vor ihm wieder in die Höhe wanderten und er musste bei dieser Geste lächeln, „meinen Spock. Ich habe keine Ahnung ob er hier ist, aber ich spüre ihn irgendwie. Und es kommt nicht von ihm hier.“ Er nickte dem jungen Spock zu.



Nun meldete sich zum ersten Mal der junge Spock zu Wort: „Sie spüren ihn? Wie kann das sein? Dazu müssten sie eine mentale Verbindung zu ihm haben!“



„Ja, die habe ich. Allerdings ist sie beschädigt. Wahrscheinlich durch meinen Aufenthalt im Nexus“, gab Jim zur Antwort.



Spocks Augenbrauen wanderten wieder. „Aber eine derartige mentale Verbindung haben nur Bindungspartner!“



„Ja.“ War Jim Kirks einfache Antwort.



Jetzt stand der junge Captain ruckartig auf. „Was? Wollen sie damit sagen, dass Sie und Spock ein Paar sind?“



„Genau das sind wir. Wir sind nicht nur Bindungspartner, wir sind T'hy'la“ Old Jim schaute dem Jungen fest in die Augen.



Der Captain und sein erster Offizier waren sprachlos.

„Was ist T’hy’la?“ fragte der Captain, als er seine Sprache wieder fand.



„Es bezeichnet eine seltene, sehr alte Art der Bindung zwischen zwei Männern“ gab Spock zur Antwort.



Und Bones platzte auf seine trockene Art raus: „Aber das Alter stimmt nicht! Der alte Kobold ist mindestens 140 Jahre alt.“



Der ältere Herr schaute Bones unverwandt an. „Der alte Kobold? Ist er wirklich hier? Ich habe nichts über ihn gefunden. Wo ist er?“Die braun-grünen Augen des Mannes vor ihm schauten Dr. McCoy so hoffnungsvoll an, dass er nicht anders konnte und nun die Geschichte von Selik erzählte.



Jim Kirk, der Ältere, saß stumm da und die Tränen liefen ihm lautlos über die Wangen. 80 Jahre lang war sein Spock alleine gewesen. Wie furchtbar.



Jim Kirk, der Jüngere, saß fassungslos da und schaute den Mann an, der hatte, wovon er träumte. Heimlich träumte.



Spock, der jüngere saß da und wusste nicht was er tun sollte. Er war in einer Beziehung zu Uhrura. In einer Beziehung, die nicht so richtig lief, er sich aber nicht trennen konnte, da er auch durchaus ein wenig Angst vor einer Auseinandersetzung mit Uhura hatte. Und wer weiß, ob das was zwischen den beiden Alten, die aus einer Zukunft kamen, deren Vergangenheit von seiner Realität abwich, auch für ihn und seinen Captain gelten konnte.
Er war sich nicht sicher.

Bones wurde immer leiser beim Erzählen, und als er endete hatte auch er eine Träne im Augenwinkel.


„Ich kontaktiere Selik und bitte ihn an Bord.“ Spock fand seine Sprache wieder.

Der Ältere nickte und bat: „Aber bitte nichts von mir sagen, nur dass ihn jemand sehen will.“



Und so war es beschlossene Sache. Selik, der Spock aus der Zeit des älteren Jims sollte an Bord der Enterprise kommen und Jim treffen.
Chapter End Notes:
Würde mich freuen zu hören, ob die Ergänzung gelungen ist.
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